Death Stranding Review: Ein Blick in die skurrile Welt von Hideo Kojima
Was ist Death Stranding? Diese Frage hat sich seit der Enthüllung durch Hideo Kojima vor drei Jahren kaum verändert. Zu Beginn war nur bekannt, dass das Spiel den nackten Norman Reedus, mysteriöse Babys und sensationelle Geisterwesen zeigte. Angesichts Kojimas bekannter Vergangenheit mit der Metal Gear-Reihe reichte das aus, um die Neugierde der Gamer zu wecken.
You play as Sam Porter Bridges, dessen Aufgabe es ist, in einer post-apokalyptischen Welt Pakete zu liefern und die zerbrochene Gesellschaft Amerikas wieder zu vereinen. Sam wird von einem BB begleitet, einem Baby in einem Glas, das ihm hilft, die Geister der Vergangenheit zu erkennen.
Gameplay und Struktur
Death Stranding ist kein typisches Actionspiel, es setzt stattdessen auf Erkundung und das Gefühl der Einsamkeit. Das Spiel dauert mindestens 10-15 Stunden, bis es wirklich „Spaß“ macht, was für die Spieler einen variierenden Begriff darstellt.
Die Hauptmechanik beläuft sich auf das Liefern von Gütern. Spieler navigieren durch anspruchsvolles Terrain und nutzen verschiedene Werkzeuge, um ihre Reisen zu erleichtern. Man startet mit einfachsten Hilfsmitteln wie Leitern und Seilen und kann später fortgeschrittene Transportmittel bauen. Das Spiel umfasst auch ein asynchrones Online-System, in dem Hilfseinrichtungen von anderen Spielern erscheinen können.
Die Welt von Death Stranding
Die Welt ist eine Mischung aus traumhaften Landschaften, die an norwegische Fjorde und die Marsoberfläche erinnern. Gesteinsformationen und schneebedeckte Gebirge prägen die Umgebung. Allerdings kann der Spieler ohne entsprechende Infrastruktur nur mühsam navigieren, was die Nutzung von Fahrzeugen erschwert.
Ein zentrales Element ist das chiralium, eine geheimnisvolle Substanz, auf der die Technologie basiert. Der narrative Hintergrund dreht sich um den Tod und das Nichts, dargestellt durch schleimige Geister, die durch die Welt wandern.
Pacing und Erzählweise
Eines der Hauptprobleme von Death Stranding ist das Pacing. Zu Beginn ist das Spiel von langwierigen Fußwegen und der Einführung neuer Systeme geprägt. Später wird das Tempo durch eine Flut von Cutscenes und Charakterinterpretationen gestört, die den Spielfluss beeinträchtigen.
Die erzählerischen Elemente und Charaktere sind oft überladen und einseitig, viele von ihnen sind flach und kaum erforschungswürdig. Die Dialoge fühlen sich an wie Erklärungen, die dem Spieler jede Nuance direkt ins Gesicht drücken.
Grafik und Atmosphäre
Visuell erweist sich Death Stranding als überwältigend. Die Grafik präsentiert eine detailreiche Welt, die atemberaubend schön gestaltet ist. In Momenten der Einsamkeit gelingt es dem Spiel, den Spieler mit seiner Lyrik und melancholischen Schönheit zu fesseln.
Fazit
Letztendlich bleibt Death Stranding als ein Spiel in Erinnerung, das sowohl fasziniert als auch frustriert. Es scheitert daran, eine tiefergehende Botschaft zu vermitteln, trotz eines interessanten Ansatzes. So bleibt die zentrale Frage: Was ist Death Stranding? Die Antwort könnte enttäuschend ausfallen.