Marvel’s Spider-Man: Ein neuer Maßstab für Superheldenspiele
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Superheldenfilme sind mittlerweile ein Synonym für hohe Budgets und extreme Politur. Mit Marvel’s Spider-Man versucht Insomniac Games, diese Ansprüche auch auf Videospiele zu übertragen. Der Spieler übernimmt die Rolle von Spider-Man und kämpft gegen eine Vielzahl von Bösewichten, die versuchen, die Macht im entstandenen Vakuum nach der Festnahme von The Kingpin, dem Paten der New Yorker Kriminalität, zu übernehmen.
Gameplay und Mechanik
Eine der ersten positiven Auffälligkeiten von Spider-Man ist die Freude am Erkunden der Spielwelt. Die grundlegenden Schwingmechaniken wurden hervorragend umgesetzt und bieten eine Vielzahl von Upgrades, die das Spielerlebnis weiter verbessern. Dies gilt ebenso für das Kampfsystem, das an moderne „Arkham-Stil“-Brawler erinnert. Durch Upgrades des Anzugs von Spider-Man, seiner Gadgets und des Fertigkeitenbaums entwickelt sich das Kampfsystem von ausreichend zu fesselnd.
Erzählkunst und Detailverliebtheit
Die Handlung des Spiels ist zwar in mancher Hinsicht konventionell, überrascht jedoch in anderen Aspekten. Die Entwicklung der Geschichte zeigt, dass der Spider-Man-Kosmos mit hohem Maß an Sorgfalt und Liebe zum Detail behandelt wird. Trotz einiger weniger gelungenen Stealth-Sequenzen, die das Spiel etwas zurückhalten, setzt Marvel’s Spider-Man neue Maßstäbe dafür, was ein lizenziertes Open-World-Spiel sein kann. Diese Errungenschaft bildet ein interessantes Gegenstück zur Revolutionierung des Superheldenfilms durch das Marvel Cinematic Universe.