Destiny 2: Ein Spiel wie kein anderes
Die Liste der großen und kleinen Wege, auf denen Destiny 2 ein besser gestaltetes und belohnenderes Spiel im Vergleich zu seinem Vorgänger ist, könnte hunderte von Zeilen füllen. Kurz gesagt, dieses Spiel macht endlich das, was Bungie als visionäres Konzept von genreführendem First-Person-Shooting mit einem Diablo-ähnlichen Loot-System verbindet, perfekt. Man denke nur an 2014, als die notorisch fragmentierte Erzählung und der ziellose Endgame-Content von Destiny viele Spieler unzufrieden zurückließen. Bungie hat aus den Herausforderungen des ersten Teils gelernt, auch wenn der Charme des Originals teils verloren ging.
Eine kohärente Geschichte
Destiny 2 bietet eine deutlich zusammenhängendere Geschichte als der Vorgänger. Die früheren, nichtssagenden Fraktionshändler wurden zu lebendigen Charakteren, die in einem verzweifelten Kampf ums Überleben gegen die römisch angehauchten Cabal stehen. Diese Monsterkreaturen verwüsten die letzten Rückzugsorte der Menschheit und stehlen die gottähnlichen Kräfte des mysteriösen riesigen Raums, das Destiny erst möglich macht. Die Missionsstruktur ist klar und spannend, mit einzigartigen Missionsmechaniken und spektakulären Fahrzeugsequenzen, die an die besten Kampagnen von Bungie erinnern.
Ein Wechsel in der Tonalität
Dennoch gibt es einen deutlichen Wandel in der Tonalität. Während Destiny oft düster und ernst war, wird Destiny 2 teils durch einen Cast bestimmt, der sich stark auf komödiantische Elemente stützt. Einige der Handlungselemente wirken auch etwas klischeehaft, was von einem Studio, das für komplexe Antagonisten bekannt ist, nicht zu erwarten war. Die Charaktere und Konflikte in Destiny 2 generieren weniger philosophische Tiefe als seine Vorgänger.
Weniger interessante Aliens, mehr Loot
Die Vielfalt der Gegner reduziert sich und einige alte Feinde bleiben dennoch spannend zu bekämpfen. Destiny 2 suggeriert eine größere Welt, aber die Fremden, die es bevölkern, scheinen oft nur als Kulisse zu dienen. Im Vergleich dazu vermittelt der erste Teil das Gefühl einer komplexen, mystischen Welt, während die neuen Planeten nicht die gleiche Faszination entfachen.
Schnelle Belohnungen und Aktivitäten
Ein zentraler Vorteil von Destiny 2 ist die Strukturierung des Loot-Systems und der Charakterentwicklung. Bungie hat die verschiedenen Upgrade-Währungen vereinfacht, sodass Spieler schneller Belohnungen erhalten. Ob bei Schlagabtausch, im Crucible oder bei unbeaufsichtigten Events – der Spielverlauf ist jetzt viel befriedigender. Loot sprudelt in einem Tempo, das es leicht macht, sich in den Aktivitäten zu verlieren.
Verbesserung der Qualität des Lebens
Zusätzliche Qualitätsverbesserungen machen das Spielerlebnis umso flüssiger. Die Möglichkeit, direkt von Planet zu Planet zu reisen, sowie die bessere Handhabung von Beute und der Clan-System sind nur einige der bemerkenswerten Änderungen, die Destiny 2 zu bieten hat. Das Clan-System fördert die soziale Interaktion und motiviert die Mitglieder, gemeinsam Ziele zu erreichen.
Die Schattenseite: Mikrotransaktionen
Einigermaßen fragwürdig sind die erweiterten Mikrotransaktionen im Vergleich zum ersten Spiel, insbesondere die Einführung von Prämienzahlungen für kosmetische Inhalte. Die Shader, die früher alle Ausrüstung gemeinsam einfärbten, sind nun Einweggegenstände, was die Spieler dazu verleitet, echtes Geld auszugeben, um schneller an diese zu kommen. Dies ist enttäuschend für eine zuvor spielerfreundliche Mechanik.
Kampfsystem und Grafik
Das Kampfsystem bleibt sehr hochwertig. Neue Klassen- und Subklassendesigns ermöglichen abwechslungsreiche Spielstile. Die grafische Umsetzung übertrifft alle Erwartungen und sorgt für beeindruckende visuelle Erlebnisse. Es gibt viele Szenen, die durch ausgeklügelte Lichteffekte und großartige Szenerien bestechen.
Ein umstrittener, aber solider Nachfolger
Obwohl Destiny 2 in einigen Aspekten hinter den Erwartungen zurückbleibt, hat es die grundlegenden Elemente so gründlich gefestigt, dass die Zukunft für die Fans dieser Reihe verheißungsvoll aussieht. Bungie hat nicht nur die Strukturen verbessert, sondern auch die Spielerfahrung insgesamt optimiert.