Rezension zu „The Hallmarked Man“ von Robert Galbraith
Wenn der erste Satz eines Buches wie ein düsteres Flüstern in der Dunkelheit ankommt, dann weiß man, dass es ein spannendes Abenteuer erwartet! Robert Galbraith, das Pseudonym von J.K. Rowling, entfaltet mit „The Hallmarked Man“ erneut seine Meisterschaft im Krimigenre und zieht jede*n Leser:in in eine Gefühlswelt voller Mysterien und menschlicher Konflikte hinein.
In diesem achten Band der Strike-Serie begibt sich der unerschütterliche Privatdetektiv Cormoran Strike in die Untiefen eines rätselhaften Mordes. Ein abgetrennter Leichnam wird in einem Silbergeschäft entdeckt – das klingt schon nach einer unheimlichen Geschichte, oder? Die Polizei glaubt, den Fall schnell abzuhaken. Doch für Decima Mullins, die verzweifelte Freundin des vermissten Mannes, ist das nicht genug. Mit ihrer Entschlossenheit, Strike um Hilfe zu bitten, entfaltet sich eine vielschichtige Geschichte, die sowohl das kriminelle Milieu als auch die komplizierten Beziehungen der Protagonisten beleuchtet.
Strike und seine Partnerin Robin Ellacott sind ein unschlagbares Duo – sie bringen in jeder Interaktion eine fesselnde Chemie und ausgezeichnete Dynamik ein. Ihre persönlichen Konflikte und unerfüllten Gefühle sorgen dafür, dass die Spannung nicht nur im Fall, sondern auch in ihrer Beziehung greifbar wird. Ich habe mehr als einmal zum Buch geschüttelt, weil ich mir wünschte, sie würden endlich zusammenfinden!
Der Schreibstil von Galbraith ist packend, voller subtilem Humor und hervorragend recherchiert. Man fühlt sich bei jedem Schritt des Ermittlungsteams an der Seite, von den düsteren Sträßchen Londons bis hin zu den geheimnisvollen megalithischen Strukturen, die die Freimaurer und ihre Rituale umgeben. Es gibt eine knisternde Kribbeln, ein Gefühl von echter Gefahr, das die Seiten zum Fliegen bringt. Und ja, auch wenn die 912 Seiten auf den ersten Blick lange erscheinen mögen, sie sind wie ein köstlicher Schokoladenkeks, bei dem man einfach nicht aufhören kann zu essen!
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt dennoch. Manchmal schien mir die Handlung ein paar Längen zu haben, als würden einige Passagen die Spannung nicht steigern, sondern eher ausbremsen. Aber die Charakterentwicklung, die Einblicke in ihre Abgründe und die Rückkehr bekannter Gesichter machen das mehr als wett.
Zusammengefasst ist „The Hallmarked Man“ ein fesselndes, emotionales Leseerlebnis, das altbekannte Gesichter in unerwarteten Situationen zeigt und den Leser:in auf eine fesselnde Ermittlungsreise mitnimmt. Perfekt für Krimifans und alle, die den Nervenkitzel mögen!
⭐️⭐️⭐️⭐️½ (4,5 von 5 Sternen)
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