Rezension zu „Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit“ von Ken Follett
Wenn man sich dem neuesten Werk von Ken Follett nähert, könnte man meinen, man tritt durch einen riesigen Steinbogen direkt in die Vergangenheit ein – und genau das passiert mit „Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit“. Kaum öffne ich die erste Seite, fühle ich mich in eine Welt versetzt, in der die Sonne über den geheimnisvollen Steinen aufgeht und die Menschheit noch die Fähigkeit hat, das Unmögliche zu erreichen.
Handlung und Charaktere
Im Mittelpunkt steht Seft, ein außergewöhnlicher Feuersteinhauer, der sich auf den Weg macht, um die Rituale zur Sommersonnenwende zu erleben und die Liebe seines Lebens, Neen, zu finden. Währenddessen kämpft Joia, Neens Schwester und eine Visionärin, darum, ihre Träume von einem monumentalen Steinkreis in die Realität umzusetzen. Follett webt die Schicksale dieser Charaktere geschickt zusammen – und das Gefühl von Verzweiflung und Hoffnung, von Krieg und Liebe ist auf jeder Seite spürbar.
Was mir besonders gefallen hat, ist, wie lebendig und greifbar die Charaktere sind. Seft ist nicht nur ein einfacher Liebhaber, sondern ein kämpfender Geist, der gegen persönliche und gesellschaftliche Herausforderungen ankämpft. Joia ist eine inspirierende Figur, die die Leser:innen dazu bringt, an das Streben nach Veränderungen zu glauben. Es macht einfach Spaß, mit ihnen zu fiebern!
Schreibstil
Follett hat einen einnehmenden, beschriebenen Schreibstil, der es mir leicht machte, in die Geschichte einzutauchen. Die bildhaften Beschreibungen der Landschaft und der Emotionen der Charaktere ziehen einen gekonnt in die Handlung hinein. Kaum habe ich den ersten Absatz gelesen, wollte ich schon wissen, wie es weitergeht – und das hält bis zur letzten Seite an.
Natürlich gibt es auch einige kleinere Kritikpunkte: Manchmal wirkt die Handlung etwas vorhersehbar, und einige Konflikte scheinen etwas abrupt gelöst. Aber hey, das tut der Atmosphäre und dem Gesamterlebnis keinen Abbruch. Wenn ich in schweren, spannenden und doch gefühlvollen Geschichten schwelgen möchte, ist das sowieso Nebensache.
Fazit
„Stonehenge – Die Kathedrale der Zeit“ ist eine fesselnde Reise durch eine vergangene Ära, in der Hoffnung und Verzweiflung Hand in Hand gehen. Ken Follett gelingt es, uns die Bedeutung von Gemeinschaft, Glaube und dem Streben nach etwas Größerem nahezubringen. Wenn du auf epische Geschichten mit starken Charakteren stehst, die eine Zeitreise durch die Geschichte bieten, dann ist dieses Buch genau das Richtige für dich!
⭐️⭐️⭐️⭐️ (4 von 5 Sternen)
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