Rezension zu „Spätsommertod“ von Kristina Ohlsson
Wenn der Spätsommer in Hovenäset die letzten Sonnenstrahlen auskostet, während die Vorbereitungen für das traditionelle Krebsfest in vollem Gange sind, könnte man meinen, alles sei perfekt. Doch Kristina Ohlsson zeigt uns in „Spätsommertod“, dass hinter der Idylle Gefahr lauert. Diese fesselnde Krimigeschichte begann mit einem Blick ins Cover, das mich sofort in seinen Bann zog. Und oh, wie enttäuschte mich das Buch nicht!
Die Handlung um ein vergiftetes Ehepaar und ein mysteriöses Fotoalbum ist spannend und geschickt verknüpft. August Strindberg, der Protagonist und ehemaliger Ermittler in Elternzeit, findet sich in einem Strudel aus Emotionen und Geheimnissen wieder, während seine Tochter Sofia ihm bei seinen Nachforschungen zur Seite steht. Maria Martinsson, die neue Ermittlerin, bringt frischen Wind – auch wenn sie Augusts Heiratspläne durcheinander bringt. Ein Hoch auf die plotistischen Verwirrungen, die hier geboten werden!
Was mir besonders gut gefiel, war der entspannte Schreibstil von Ohlsson. Sie schafft es, die Atmosphäre von Hovenäset so lebendig zu machen, dass ich mich fast selbst zwischen die Figuren in den Ferienhäusern setzen wollte. Die Dialoge sind spritzig und die Charaktere fühlen sich authentisch an – man kann sich gut in ihre Sorgen und Wünsche hineinversetzen.
Kritikpunkt? Hin und wieder schien mir der Spannungsbogen etwas flach zu sein, vor allem im Mittelteil. Daher dachte ich mir, „Jetzt aber Gas geben, liebe Autorin!“ Dennoch konnte ich nicht aufhören zu blättern – das macht Ohlsson meisterhaft.
Zusammenfassend: Wenn du ein Fan von Krimis mit Herz und Emotionen bist, ist „Spätsommertod“ genau das richtige Buch für dich. Es ist unterhaltsam, spannend und geht direkt ins Herz. Ich gebe diesem schicken Krimi 4 von 5 Sternen. Packt euch also ein Stück Schweden nach Hause – Lektüre und Herzklopfen inklusive!