Rezension zu „Provenzalische Täuschung“ von Sophie Bonnet
Endlich ist er da – der neunte Fall für Pierre Durand, und dieser hat es wirklich in sich! Eingehüllt in den betörenden Duft von Trüffeln, möchte man am liebsten sofort nach Sainte-Valérie reisen und sich in die Provence entführen lassen. Sophie Bonnet gelingt es mal wieder, mit ihrem feinen Gespür für Atmosphäre und Emotionen den Leser mitten ins Herz dieser malerischen Region zu katapultieren.
Die Handlung: Die Geschichte beginnt, als der kürzlich im Dorf angesiedelte Gilbert Langlois leblos im Bach aufgefunden wird. Prost auf hohe Spannungen, denn der Verdacht fällt prompt auf Pierre selbst! Während er versucht, seine Unschuld zu beweisen, mischt sich der Bürgermeister Maurice Marechal ungebeten in die Ermittlungen ein. Hier wird es knifflig – nicht nur für Pierre, sondern auch für uns als Leser. Geradlinig erzählt, aber voller unerwarteter Wendungen, hält die Handlung immer wieder überraschende Momente parat, die einen wirklich mitfiebern lassen.
Die Charaktere: Pierre Durand bleibt ein lieber und unerschütterlicher Protagonist, dessen charmante Art trotz der widrigen Umstände nicht verblasst. Charlotte, seine Verlobte, ist die perfekte Balance zu seinem erdverbundenen Charakter – ihre gemeinsame Hochzeitsvorbereitung verleiht der Handlung eine persönliche Note, die sich gut in die Krimispannung einfügt. Man fühlt die Liebe, die sie füreinander empfinden, während sie gegen die Schatten der Vergangenheit ankämpfen. Die Emotionen sind spürbar, und ich kann nicht anders, als mir zu wünschen, dass Pierre auch in zukünftigen Abenteuern ein glückliches Ende findet.
Der Schreibstil: Bonnet verwebt ihre Worte mit einer Leichtigkeit, die das Lesen zu einem Genuss macht. Ihre Beschreibungen der Provence sind so lebendig und detailgetreu, dass man fast den Wind auf der Haut spürt. Besonders gut gefallen hat mir, wie sie feine Zutaten und kulinarische Verlockungen in die Geschichte einfließen lässt – man ist förmlich gezwungen, den nächsten Trüffel-Camembert zu probieren!
Kritikpunkte: Aber seien wir ehrlich – so kurzweilig und unterhaltsam der Krimi ist, stellenweise schien mir die Story etwas vorhersehbar. Manchmal hätte ich mir mehr Spannung gewünscht, vielleicht ein paar zusätzliche rivalisierende Figuren oder unerwartete Wendungen.
Fazit: Sophie Bonnet bietet mit „Provenzalische Täuschung“ einen Krimi, der sowohl Genuss als auch Spannung verbindet, und das in einer Kulisse, die zum Träumen einlädt. Ideal für alle, die sich für ein bisschen französisches Flair und Action interessieren. Ein Muss für die Liebhaber der Pierre-Durand-Reihe und perfekt für einen entspannten Leseabend!
⭐⭐⭐⭐⭐ (4,1 von 5 Sternen – das Buch hat wirklich einen großen Suchtfaktor!)
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