Rezension zu „Die Summe aller Dinge“ von Oliver Bottini
Wenn du ein Buch suchst, das dir gleich zu Beginn das Herz in die Hände drückt und nicht mehr loslässt, dann solltest du dir „Die Summe aller Dinge“ unbedingt schnappen. Ich meine, wer könnte schon widerstehen, wenn ein mysteriöser Selbstmord und ein geheimnisvoller Mordfall sich zwischen Duisburg und Capri abspielen? Diese Kombination ist ein echter page-turner!
Die Handlung beginnt, als die Frankfurter Polizistin Vera Berg nach dem Tod ihres Mannes Zaid auf der Insel Capri nach Antworten sucht – und das nicht nur um ihrer Selbst willen, sondern auch um ihre vermisste Tochter zu finden. Auf dieser emotionalen Reise wird schnell klar, dass nichts so ist, wie es scheint. Die Verflechtung von Gier, Mistrauen und geheimen Aktiengeschäften sorgt für jede Menge Spannung und lässt uns bis zur letzten Seite mitraten. Die Frage, wer hinter all den Morden steckt, triggert eine Nervosität, die du nicht ignorieren kannst.
Vera selbst ist eine unglaublich stark charakterisierte Protagonistin. Inmitten ihrer Trauer kämpft sie nicht nur gegen äußere Gegebenheiten, sondern auch gegen ihre inneren Dämonen. Bottini gelingt es meisterhaft, ihre Emotionen greifbar zu machen. Man fühlt mit ihr, teilt ihre Verzweiflung, ihre Entschlossenheit und den ständigen Strudel von Fragen und Zweifeln. Veras Charakter wird durch ihre Beziehungen zu Erik, dem Freund ihres Mannes, und den unheimlichen Überresten von Zaid, die sie auf der Suche nach der Wahrheit entdeckt, weiter vertieft.
Oliver Bottinis Schreibstil ist flüssig und einnehmend. Seine Beschreibungen sind präzise, doch nie übertrieben. Besonders gefallen hat mir, wie er die Kulissen lebendig werden lässt – sei es die trübe Atmosphäre in Duisburg oder die scheinbare Idylle von Capri, die dennoch eine unterschwellige Bedrohung birgt. Ich habe tatsächlich mehrmals beim Lesen innegehalten, nur um die wunderschönen Beschreibungen aufzusaugen – ein echtes Lob für einen Krimi!
Natürlich gönne ich mir auch, kritisch zu sein: Manchmal wirken die Wendungen ein wenig konstruiert, und es gibt Momente, in denen bestimmte Charaktere etwas klischeehaft erscheinen. Aber hey, das tut dem Gesamtvergnügen keinen großen Abbruch. Die Spannung ist fesselnd genug, um darüber hinwegzusehen.
Insgesamt ist „Die Summe aller Dinge“ ein emotional geladenes, spannendes und äußerst unterhaltsames Buch, das Krimifans und Gelegenheitslesern gleichermaßen fesseln wird. Ich habe mit den Charakteren gelitten, gehofft und gezittert!
⭐⭐⭐⭐ (4 von 5 Sternen)
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