Rezension zu „Aurelia und die Jagd nach dem Glück“ von Beate Maly
Stell dir vor, du bist in Wien, Januar 1872, umgeben von schimmernden Ballkleidern und dem Geruch frischer Pralinen. Genau hier nimmt die aufregende Geschichte von Aurelia von Kolowitz ihren Lauf – und sie hat es in sich! Beate Maly entführt uns mit ihrem neuesten Roman aus der Aurelia-Reihe auf eine gefühlvolle und spannende Reise, die viel mehr als nur Krimi ist.
In „Aurelia und die Jagd nach dem Glück“ stehen wir einer jungen Gräfin gegenüber, die mit den Erwartungen ihrer Zeit hadert. Aurelia möchte keine lästige Heiratskandidatin für einen Süßwarenfabrikanten sein, sondern ihre Leidenschaft für Karikaturen ausleben. Als in dieser glanzvollen Welt ein Mord an einem habgierigen Freiherren geschieht, ist es an der cleveren Aurelia, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Zusammen mit dem charmanten Oberinspektor Janek Pokorny muss sie sich nicht nur dem Verbrechen stellen, sondern auch ihren eigenen Gefühlen und der zeitgenössischen Gesellschaft, die sie einengt.
Maly gelingt es meisterhaft, den Charme der Vergangenheit mit modernem Humor zu verbinden. Ihre lebendigen Beschreibungen der Wiener Ballsaison und die geschickte Charakterzeichnung von Aurelia machen das Lesen zu einem schillernden Erlebnis. Man kann förmlich die Freude und den Stress in dieser Hochglanzgesellschaft spüren. Und die Dialoge? Spritzig und voller Wortwitz – einfach ein Genuss!
Die Figuren sind eindrucksvoll gestaltet, besonders Aurelia, die Stärke und Verletzlichkeit auf einmal verkörpert. Sie ist einfach sympathisch, und ich konnte mit ihr mitfühlen, als sie gegen die Erwartungen ihrer Umgebung ankämpft. Janek Pokorny ist ein charismatischer Partner, dessen Entwicklung im Laufe der Geschichte mich wirklich überrascht hat.
Natürlich gibt es auch kleine Kritikpunkte – manchmal fühlt sich die Handlung etwas gehetzt an, besonders in den Schlüsselmomenten, wo ich mir mehr Zeit gewünscht hätte, um diese emotionalen Höhepunkte auszukosten. Aber hey, das ist Jammern auf hohem Niveau!
Fazit: „Aurelia und die Jagd nach dem Glück“ ist nicht nur ein Krimi, sondern eine erfrischende Mischung aus Humor, Romantik und Analyse gesellschaftlicher Normen des 19. Jahrhunderts. Wenn du auf gut geschriebene, unterhaltsame Lektüre stehst, dann ist dieses Buch genau das Richtige für dich!
⭐⭐⭐⭐⭐
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