35 Jahre nach Tschernobyl: Gedenken an die Katastrophe und aktuelle Herausforderungen

von Nordische Post
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Am 26. April 2024 jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl zum 38. Mal. An diesem Tag im Jahr 1986 ereignete sich im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine eine der schwersten nuklearen Katastrophen der Geschichte. Durch eine Kernschmelze und Explosion im Reaktorblock 4 wurden große Mengen radioaktiven Materials freigesetzt, die sich über weite Teile Europas verteilten.

Die Ursachen für die Katastrophe lagen in grundlegenden Mängeln in der Konstruktion des Reaktors und in Planungs- sowie Bedienungsfehlern während eines Versuchs. Dies führte zu einem Super-GAU, bei dem eine bis heute nicht genau bekannte Zahl von Menschen starb oder erkrankte. Die Strahlung wurde als mögliche Ursache für viele Krankheiten angesehen, und die Folgen reichten weit über gesundheitliche Schäden hinaus. Psychische, soziale, ökologische und ökonomische Auswirkungen prägten das Leben der Betroffenen und ihrer Nachkommen.

Nach der Katastrophe wurden hunderttausende Helfer, die sogenannten Liquidatoren, mobilisiert, um einen provisorischen Betonmantel, den sogenannten Sarkophag, um den explodierten Reaktor zu errichten. Dieser ist mittlerweile marode und bedarf einer neuen Schutzhülle, die mit ausländischer Finanzhilfe in den kommenden Jahren errichtet werden soll.

Die Erinnerung an die Katastrophe wird vor allem durch den russischen Namen Tschernobyl geprägt, da Russisch zum Zeitpunkt des Unglücks die Hauptamtssprache war. Der offizielle ukrainische Name der Stadt lautet Tschornobyl, und auch die englischen Schreibweisen Chernobyl oder Chornobyl sind gebräuchlich.

Der Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl 2024 dient auch als Mahnung, die Risiken der Kernenergie ernst zu nehmen und die Sicherheitsstandards in Kernkraftwerken weltweit zu überprüfen und zu verbessern.

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