Oldenburg (ots) – Heute Morgen durchsuchten Spezialkräfte in Bremen sechs Wohnungen und vollstreckten dabei zwei weitere Haftbefehle in einem Betrugsverfahren.
Die Maßnahmen sind Ergebnis mehrmonatiger, verdeckter Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bremen sowie der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe des Landeskriminalamtes Bremen und der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg.
Den Ermittlern zufolge gaben sich Anrufer aus ausländischen Call‑Centern am Telefon wiederholt als Polizisten oder Staatsanwälte aus und spielten den Geschädigten vor, dass etwa ein Einbruch bevorstehe oder das Geld bei der Bank nicht mehr sicher sei. Auf diese Weise wurden Menschen dazu gebracht, Bargeld, Schmuck, Gold oder Münzen an weitere Mittäter an ihren Wohnanschriften zu übergeben.
Bei den heutigen Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte unter anderem Bargeld, Schmuck und Mobiltelefone sicher und erwirkten einen Vermögensarrest von über 340.000 Euro. Den festgenommenen Beschuldigten im Alter von 42 und 16 Jahren wird vorgeworfen, die Abholung der Beute in Deutschland organisiert und überwiegend Minderjährige dafür eingesetzt zu haben; sie werden noch heute einem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen dauern zudem gegen drei weitere Verdächtige im Alter von 16, 17 und 23 Jahren an.
Nach Angaben der Ermittler konnten durch die Arbeit bislang acht Taten in Norddeutschland aufgeklärt und bei mehreren Fällen erhebliche Schäden verhindert werden. An den Maßnahmen waren unter anderem Geldspürhunde und Finanzermittler beteiligt.
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