Kontrollaktion der Polizeidirektion Oldenburg bei Wildeshausen
Oldenburg/Wildeshausen (ots) – Am Donnerstag, den 22. Januar 2026, überprüften 20 Einsatzkräfte der Polizeidirektion Oldenburg zusammen mit fünf Mitarbeitenden des Bundesamts für Logistik und Mobilität auf der Tank- und Rastanlage Wildeshausen-Süd Fahrzeuge des gewerblichen Güterverkehrs.
Kontrollschwerpunkte
Die Kontrolle fand zwischen 8.30 Uhr und 15.30 Uhr statt und konzentrierte sich auf die Verkehrs- und Betriebssicherheit der Fahrzeuge. Unterstützt wurden die Beamten von einem Mitarbeiter des TÜV Nord.
Gefundene Mängel
Insgesamt wurden 51 Fahrzeuge kontrolliert, wobei in zehn Fällen die Weiterfahrt untersagt werden musste.
Erster Sattelzug
Um 9.30 Uhr hielten Beamte einen ausländischen Sattelzug an. Bei der Kontrolle fanden sie an der Zugmaschine eine stark abgenutzte Bremsscheibe und einen unsachgemäß befestigten Kraftstoffbehälter. Bei der nachfolgenden Prüfung wurden zudem ein ölfeuchter Motor festgestellt. Die Mängel galten als erheblich, und die Weiterfahrt wurde erst nach Abschluss der Reparaturen genehmigt. Ein Bußgeldverfahren wurde gegen den Fahrzeugverantwortlichen eingeleitet.
Zweiter Sattelzug
Um 10.30 Uhr folgte die Kontrolle eines weiteren Sattelzuges, der von Großbritannien nach Dänemark unterwegs war. Der Hilfsrahmen wies Verbiegungen und Korrosionsspuren auf, die Zurrpunkte waren stark durchgerostet. Auch hier wurden signifikante Mängel festgestellt, was zur Untersagung der Weiterfahrt führte. Zusätzlich stellte sich heraus, dass die Zugmaschine nicht mehr zugelassen war, da das Halterunternehmen seinen Verpflichtungen zur technischen Überprüfung nicht nachgekommen war. Dies wurde mit einem Straf- sowie Bußgeldverfahren geahndet.
Dritte Kontrolle
Um 11.00 Uhr kontrollierte ein Mitarbeiter des Bundesamts für Logistik und Mobilität einen Sattelzug aus Portugal, der mit Chinakohl nach Norwegen unterwegs war. Die beiden Fahrer konnten keine Bescheinigung für den grenzüberschreitenden Verkehr vorlegen, weshalb gegen sie Strafverfahren eingeleitet wurden. Auch zwei mangelhafte Reifen mussten gewechselt werden, und gegen den Unternehmer wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Weitere Kontrollen
Zusätzlich wurde ein Klein-Lkw mit Anhänger, der zwei Pkw beförderte, kontrolliert. Hier wurde die zulässige Anhängelast überschritten, was zu einem Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren führte.
Bei einem Transporter-Anhänger-Gespann stellte sich heraus, dass der 25-jährige Fahrer ein Fahrverbot hatte und falsche Angaben machte. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.
Abschließend wurde ein weiterer Sattelzug kontrolliert, bei dem erhebliche Korrosions- und Bremsmängel festgestellt wurden. Da die Reparatur nicht wirtschaftlich war, wurde der Betrieb des Fahrzeugs untersagt.
Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
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