Großtierrettung in Brockzetel erfolgreich durchgeführt
Aurich-Brockzetel (ots) – Am Mittwochmorgen sind zwei Kühe durch die Bodenplatten eines Stallgebäudes in Brockzetel in eine darunterliegende Güllegrube gestürzt.
Landwirte entdeckten das Unglück gegen 07:00 Uhr und versuchten zunächst vergeblich, die Tiere selbst zu retten. Daraufhin setzten sie einen Notruf ab. Die Feuerwehren Brockzetel und Sandhorst wurden alarmiert und rückten zum Einsatzort im Düvelsmeerweg aus. Vor wenigen Wochen hatte ein ähnlicher Vorfall im Ortsteil Rahe für einen mehrstündigen Einsatz gesorgt.
Rettungsmaßnahmen vor Ort
Die Situation vor Ort war zunächst kritisch, da eine der Kühe bereits weitgehend in der Güllegrube versunken war. Anwesende Landwirte und Feuerwehrleute schafften es, den Kopf des Tieres mit einer Leine zu sichern. Die zweite Kuh war hinterhergestürzt und lag teilweise auf dem bereits versunkenen Tier. Die Einsatzkräfte konnten mithilfe von Haltegurten an den Körper der Kuh gelangen. Parallel wurde mit einem Pumpfahrzeug der Inhalt der Güllegrube abgelassen, um den Pegelstand zu senken.
Durch den Einsatz eines Teleskopfahrzeugs gelang es den Rettern, das erste Tier rund 30 Minuten nach ihrem Eintreffen aus der Grube zu heben.
Komplexe Rettung des zweiten Tieres
Die Rettung des zweiten Tieres gestaltete sich schwieriger. Um an die weitgehend versunkene Kuh zu gelangen, kamen Feuerwehrleute mit Leiterteilen zum Einsatz. In Einweg-Schutzkleidung stiegen diese in die Grube und befestigten ein spezielles Großtier-Rettungsgeschirr. So konnte das Tier zunächst ein Stück weit aus der Senke gezogen werden, bevor die Schlaufen an den Vorderläufen befestigt werden konnten. Nach etwas mehr als einer Stunde wurde auch die Kuh per Teleskoplader aus der Güllegrube befreit.
Tierärztliche Untersuchung und Einsatzende
Ein zwischenzeitlich eingetroffener Tierarzt begutachtete die beiden geretteten Kühe, die unverletzt blieben. Die Feuerwehrleute entsorgten das verwendete Einwegmaterial und reinigten ihre Schutzkleidung grob, bevor sie die verschmutzte Ausrüstung austauschten. Rund 25 Kräfte der Feuerwehren Brockzetel und Sandhorst waren für etwa eineinhalb Stunden im Einsatz.
Bildunterschrift: Foto: Sönke Geiken
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