Sechs Jugendliche als Tatverdächtige bei mehreren Delikten im Hamburger Nordwesten
Hamburg (ots) – Den Strafverfolgungsbehörden zufolge stehen sechs männliche Jugendliche im Verdacht, zwischen dem 19. Februar und dem 15. März für insgesamt drei Raubtaten, zwei Diebstähle und einen Einbruch im Hamburger Nordwesten verantwortlich zu sein; ein Minderjähriger befindet sich in Untersuchungshaft.
Die Ermittler registrierten zunächst einen Diebstahl aus einem mutmaßlich unverschlossenen Pkw in der Straße Redingskamp (Eidelstedt) am 19. Februar. Zwei Tage später wurde einer 77‑jährigen Frau in Schnelsen an der Schleswiger Damm die Brieftasche aus der Einkaufstasche gestohlen. In der Nacht zum 26. Februar drangen mutmaßlich mehrere Personen in eine Stadtteilschule in Niendorf ein und entwendeten unter anderem Bargeld und einen Tresor.
In den folgenden Wochen kam es zu drei schweren Raubdelikten in Niendorf und Eppendorf. Am 7. März sollen mehrere Jugendliche auf dem Bahnsteig des U‑Bahnhofs Niendorf Nord zwei Männer angegriffen, ihnen Bargeld und EC‑Karten geraubt und sie zu Boden geschlagen haben. Zwei Tage später erzwang eine Gruppe in einer U‑Bahn von Niendorf Nord die Herausgabe von Bargeld eines 15‑Jährigen und zwang ihn, an einem Geldautomaten weiteres Geld abzuheben. In der Nacht zum 15. März hielten mehrere Jugendliche einen 17‑Jährigen in Eppendorf fest, durchsuchten ihn und raubten unter anderem seine Geldbörse und Kopfhörer; die Täter schlugen und traten das Opfer.
Bei einer sofortigen Fahndung wurden drei 15‑Jährige vorläufig festgenommen und später wieder entlassen, weil keine Haftgründe vorlagen. Die Ermittlungen ergaben Hinweise auf insgesamt sechs Tatverdächtige im Alter von 14 bis 16 Jahren: drei Deutsche (zwei 15‑, ein 16‑Jähriger), ein 15‑Jähriger serbischer Staatsangehöriger, ein 15‑Jähriger bulgarischer Staatsangehöriger und ein 14‑jähriger Rumäne. Für einen der beiden 15‑jährigen Deutschen erließ ein Richter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl; dieser wurde am 25. März von Zivilfahndern festgenommen und in ein Untersuchungsgefängnis gebracht. Die Ermittlungen dauern an.
Bildunterschrift: Foto von Jonas Augustin (Unsplash)
Original-Content: Polizei Hamburg