Rückgang der Straftaten in Hamburg: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 vorgestellt
Hamburg (ots) – Hamburgs Innensenator Andy Grote, Polizeipräsident Falk Schnabel und der Leiter des Landeskriminalamtes Jan Hieber haben am Donnerstag, den 12. Februar, die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 präsentiert.
Wesentliche Ergebnisse
- Zahl der Straftaten in Hamburg sinkt um 5 Prozent.
- Rückgang der Straftaten in allen Hamburger Bezirken.
- Aufklärungsquote erreicht mit 49,1 Prozent den höchsten Stand seit 28 Jahren.
- Gewaltkriminalität nimmt spürbar ab, weniger Straftaten mit Messern und Schusswaffen.
- Ein Anstieg der angezeigten Vergewaltigungen wird registriert, häufig mit Verdächtigen aus dem sozialen Umfeld.
Kriminalitätsentwicklung
Nach einem Anstieg der Straftaten im Jahr 2023 verzeichnet Hamburg im Jahr 2025 erneut einen Rückgang um 5 Prozent, nachdem bereits im Vorjahr ein Rückgang von 4 Prozent festgestellt wurde. Die Gesamtzahl der erfassten Straftaten liegt bei 213.596, is daher fast auf dem Niveau des Vor-Pandemie-Jahres 2019 und unter den Zahlen aller Vorjahre bis einschließlich 2018.
Detailierte Statistiken
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr etwa 64.500 Tatverdächtige erfasst, was einem Rückgang von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insbesondere unter 21-Jährigen sank die Zahl der Tatverdächtigen um 7,8 Prozent. Sowohl die Zahl der deutschen als auch der nichtdeutschen Tatverdächtigen ist zurückgegangen.
Rückgang der Straftaten in allen Bezirken
Der Rückgang der Kriminalität ist in allen sieben Hamburger Bezirken zu beobachten, wobei Harburg (-9,3 Prozent) und Mitte (-6,6 Prozent) die stärksten Rückgänge aufweisen. Während Diebstahlsdelikte und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz zurückgehen, steigt die Zahl der Computerbetrugsfälle an.
Entwicklung in der Gewaltkriminalität
Die Gewaltkriminalität sinkt um 5,4 Prozent auf 8.514 registrierte Taten. Besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein Rückgang von etwa 12 Prozent zu verzeichnen. Dennoch gibt es eine Zunahme von Taten im privaten Umfeld, speziell bei Partnerschaftsgewalt.
Waffenkriminalität
Die Zahl der Tötungsdelikte bleibt mit 17 vollendeten und 49 versuchten auf dem durchschnittlichen Niveau der letzten 25 Jahre. Straftaten, bei denen Messer oder Schusswaffen eingesetzt werden, verzeichnen deutliche Rückgänge.
Partnerschaftsgewalt und Sexualstraftaten
Bei den Fällen von Partnerschaftsgewalt ist ein Anstieg zu verzeichnen. Unter den Opfern sind vor allem Frauen. Gleichzeitig wird ein Anstieg der Anzeigebereitschaft bei Vergewaltigungen dokumentiert, was möglicherweise auf Sensibilisierungsmaßnahmen zurückzuführen ist.
Illegaler Handel und Konsum von Betäubungsmitteln
Die Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 hat zu einem Rückgang der Konsumentendelikte geführt, während der illegale Handel mit Betäubungsmitteln weiterhin floriert. Die Polizei sieht Herausforderungen bei der Verfolgung des illegalen Marktes.
Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
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