Personenunfall im Bahnhof Harburg
Hamburg (ots) – Am 21. Oktober 2025 stürzte ein 53-jähriger Mann im Bahnhof Harburg aus einem Rollstuhl in das Gleis 3. Sekunden später traf ein Metronom-Zug ein, wodurch der Rollstuhl überfahren wurde.
Unfallhergang
Der Mann entsprach der Deutschen Staatsbürgerschaft und konnte sich selbst in den Gleisbereich zwischen den Gleisen 3 und 2 retten, wodurch er nicht von dem einfahrenden Zug erfasst wurde.
Reaktionen der Reisenden
Zeugen des Sturzes versuchten sofort, den Triebfahrzeugführer des einfahrenden Zuges durch Armbewegungen auf die Gefahrenlage aufmerksam zu machen. Der Triebfahrzeugführer reagierte umgehend mit einer Schnellbremsung.
Einsatzkräfte und Verletzte
Die alarmierten Kräfte der Bundespolizei, der Landespolizei Hamburg sowie Rettungskräfte der Feuerwehr erreichten den Einsatzort. Das Kriseninterventionsteam (KIT) wurde ebenfalls hinzugezogen und betreute während des Einsatzes vier Personen, einschließlich des Triebfahrzeugführers.
Der betroffene Mann wurde von Ersthelfern auf den Bahnsteig zurückgebracht und anschließend mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert. Er erlitt leichte Verletzungen in Form von äußeren, sichtbaren Schürfwunden.
Folgen des Vorfalls
Der betroffene Zug, in dem sich bis zu 500 Reisende befanden, wurde evakuiert und zurückgesetzt, um den Rollstuhl zu bergen. Um 14:39 Uhr konnte der leicht beschädigte Zug in eine Abstellgruppe gefahren werden, und das Gleis 3 wurde wieder freigegeben.
Ermittlungen
Die Bundespolizei war vor Ort für die Unfallaufnahme zuständig. Nach derzeitigem Stand ergeben die Ermittlungen, inklusive der Auswertung von Videobildern und Befragung von Zeugen sowie des betroffenen Mannes, keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder einen Suizidversuch. Es wird von einem Unfall ausgegangen.
Die Einsatzmaßnahmen endeten gegen 13:10 Uhr, und die Unfallstelle wurde an den Notfallmanager der Deutschen Bahn übergeben. Die Ermittlungen zur Unfallursache werden von der Bundespolizeiinspektion Hamburg fortgeführt.
Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
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