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Öltanker-Havarien bedrohen Ostsee-Ökosystem und Küstenländer laut Greenpeace-Simulation

von Nordische Post
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Greenpeace warnt vor Gefahren durch russische Schattenflotte

Hamburg (ots) – Eine Havarie eines Öltankers der russischen Schattenflotte würde erhebliche Schäden an den Küsten der Ostsee und dem Meeresökosystem entlang der Tankerroute verursachen, so eine aktuelle Studie von Greenpeace.

Risiken und Anlass

Greenpeace veröffentlicht eine Simulation, die zeigt, dass eine Ölkatastrophe die Meeres- und Küstenschutzgebiete in Finnland, Schweden, Deutschland und Dänemark betreffen würde. Diese Gebiete sind entscheidend für den Erhalt von Seevögeln, Meeressäugern und als Kinderstube für viele Fischbestände. Beliebte Urlaubsregionen wären ebenfalls langfristig betroffen.

Position/Zitate

„Das Letzte, was die ohnehin schwer bedrohte Ostsee braucht, ist eine Ölpest. Die Simulationen zeigen, wie dadurch das Ökosystem für Jahrzehnte belastet wird“, sagt Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack.

„Außenminister Johann Wadephul muss seinen Worten endlich Taten folgen lassen und flaggen- und damit staatenlose Tanker an die Kette legen.“ – Thilo Maack, Greenpeace

Angebot/Hintergrund

Das Helmholtz-Zentrum Hereon hat in der Studie berechnet, wie sich 48.000 Tonnen Öl der Sorte „Ural Crude“ an acht Positionen entlang der Tankerroute über einen Zeitraum von 30 Tagen ausbreiten würden, unter Nutzung von Strömungs- und Winddaten des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie.

Geistertanker, die ohne Staatszugehörigkeit und Versicherungsschutz operieren, stellen zusätzlich eine Gefahr dar. Die bestehenden Sanktionen hindern nicht den Export von russischem Öl mit veralteten, schlecht gewarteten und unterversicherten Tankern. Im Falle eines Unfalls könnten die deutschen Steuerzahler für die Kosten aufkommen.

Im Dezember erklärte der EU-Rat mit Unterstützung der Bundesregierung, gegen diese Tanker vorgehen zu wollen. Dennoch konnte nur einem einzigen flaggenlosen Tanker, der Tavian, der Zugang zur deutschen Ostsee verweigert werden. In 19 weiteren Fällen konnten solche Schiffe jedoch unbehelligt passieren.

„Die Faktenlage ist erdrückend, die Bundesregierung muss endlich gegen die Schattenflotte und ihre Geistertanker handeln“, sagt Thilo Maack, Meeresbiologe von Greenpeace.

Bildunterschrift: Foto von Moritz Kindler auf Unsplash

Original-Content: news aktuell

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