Globale Länderrisiken sinken trotz intensiver Handelsspannungen
Hamburg (ots) – Allianz Trade veröffentlicht seinen Länderrisikoatlas und zeigt, dass sich globale Länderrisiken im Jahr 2025 verbessert haben. 36 Länderrisiken sinken, während nur 14 steigen.
Risiken/Anlass
Im aktuellen Länderrisikoatlas werden die wirtschaftlichen Aussichten, Risiken und Chancen in 83 Ländern bewertet, die etwa 94 % des globalen BIP repräsentieren. Die Analyse basiert auf einem Risikobewertungsmodell, das vierteljährlich aktualisiert wird.
Position/Zitate
„Sinkende globale Länderrisiken sind zunächst eine sehr gute Nachricht für die exportorientierte deutsche Wirtschaft“, sagt Milo Bogaerts, CEO von Allianz Trade in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Bogaerts weist jedoch darauf hin, dass die Länder mit steigenden Risiken wie Frankreich, Belgien und den USA zentrale Handelspartner für Deutschland sind – sie machen rund ein Fünftel der deutschen Exporte aus. Die Herabstufung dieser Länder von AA1 auf A1 zeigt anhaltende mittelfristige Risiken für Unternehmen.
Angebot/Hintergrund
Die Analyse von Allianz Trade berücksichtigt eine Vielzahl von kurz- und mittelfristigen Risiken. Luca Moneta, Senior Volkswirt für Emerging Markets bei Allianz Trade, erklärt: „Unsere Ratings beinhalten Analysen und Einblicke in das wirtschaftliche, politische und geschäftliche Umfeld sowie in Nachhaltigkeitsfaktoren.“ Sie kombinieren 17 kurzfristige und 18 mittelfristige Indikatoren, um Entscheidungsträgern als Kompass zu dienen.
Entwicklung globaler Länderrisiken
Die Senkung der globalen Länderrisiken zeigt die fiskalischen und monetären Bewältigungsmechanismen, die in Zeiten hoher Unsicherheit eingesetzt werden. Unter den 36 Volkswirtschaften mit verbesserten Ratings finden sich unter anderem Argentinien, Ecuador und Italien.
„Im Jahr 2025 waren die Heraufstufungen in erster Linie auf stärkere makroökonomische Fundamentaldaten zurückzuführen“, sagt Ana Boata, Head of Macroeconomic Research bei Allianz Trade.
Die Analyse hebt hervor, dass die Veränderungen in der politischen Stabilität und der Handelsbilanz die Widerstandsfähigkeit mehrerer Volkswirtschaften, insbesondere in Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum, gestärkt haben.
Anhaltende Herausforderungen
Trotz der Verbesserungen verdeutlicht die Zunahme der Herabstufungen, dass wichtige Volkswirtschaften wie Frankreich, Belgien und die USA weiterhin Risiken bergen. Aylin Somersan Coqui, CEO von Allianz Trade, betont die Notwendigkeit eines selektiven, länderspezifischen Ansatzes, um Geschäfte auszubauen und Vermögenswerte zu schützen.
Bildunterschrift: Foto von Moritz Kindler auf Unsplash
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