Startseite » Das Neueste » EU-Politik gefährdet Feldhasen – Aussterben droht

EU-Politik gefährdet Feldhasen – Aussterben droht

von Nordische Post
0 Kommentar 1 Aufrufe

“Landschaft der Verlierer: Die EU und die deutsche Agrarpolitik lassen den Feldhasen im Stich”

Die Zeiten könnten nicht dunkler sein für den Feldhasen in Deutschland. Nach einer plötzlichen Kehrtwende in der Agrarpolitik hat er seine Chance auf bessere Zeiten verloren. Die EU, unter Druck gesetzt von Bauernprotesten, hat es den Mitgliedstaaten überlassen, die Pflicht zur Stilllegung von vier Prozent Ackerfläche durch nutzlose Eiweißpflanzen zu erfüllen. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat dieses Geschenk bereitwillig angenommen, ohne jedoch einen adäquaten Ersatz anzubieten.

Verlierer sind nicht nur die Feldhasen, sondern auch viele andere bedrohte Arten der Feldflur, darunter das Rebhuhn, der Kiebitz und die Feldlerche. Die Tiere finden auf den immer weiter expandierenden Ackerschlägen immer weniger sichere Verstecke vor und sind daher in ihrem Bestand gefährdet. Artenschützer fordern schon lange mehr naturnahe Lebensräume für bedrohte Arten wie den Feldhasen, doch nun werden ihnen sogar noch weitere Ressourcen genommen.

Die Entscheidung zur Gesetzesänderung in Deutschland wurde im Eilverfahren vollzogen, die Umwelt- und Naturschutzverbände hatten kaum Zeit zur Stellungnahme. Es ist ein Schlag ins Gesicht der Natur und der Artenvielfalt, wenn politische Entscheidungen so schnell und ohne angemessene Beratung getroffen werden.

Es liegt nun an Landwirten und Minister Özdemir, Anreize für freiwillige Naturschutzmaßnahmen zu schaffen, um die Versäumnisse der aktuellen Situation auszugleichen. Andernfalls werden die Forderungen nach verpflichtenden Maßnahmen lauter werden und die Landwirtschaft wird sich an ihrer Bereitschaft zum Naturschutz messen lassen müssen. Es ist höchste Zeit, dass die Politik und Landwirte Verantwortung für die Erhaltung unserer natürlichen Lebensräume übernehmen.

Es ist an der Zeit, dass der Feldhase seine Wende zum Gewinner zurückfindet und nicht länger im Schatten einer missratenen Agrarpolitik stehen muss.

Kontakt:
Jenifer Calvi
Pressereferentin Deutsche Wildtier Stiftung
Telefon 040-970 78 69 – 14
[email protected]
www.DeutscheWildtierStiftung.de

You may also like

Hinterlasse einen Kommentar

nordischepostw

Unser Fokus liegt auf den Ereignissen und Themen, die Niedersachsen betreffen. Von politischen Entwicklungen über Wirtschaftsberichte bis hin zu kulturellen Highlights – wir halten Sie stets auf dem Laufenden. Egal, ob es um lokale Ereignisse in Hannover, Braunschweig, Oldenburg oder anderen Städten geht, wir sind immer hautnah dabei und bringen Ihnen die spannendsten Geschichten näher.

©2024 Nordische Post, A Media Company – All Right Reserved.

Diese Website verwendet Cookies, um Ihr Erlebnis zu verbessern. Wir gehen davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, aber Sie können sich auch dagegen entscheiden, wenn Sie es wünschen. Akzeptieren Mehr lesen

Are you sure want to unlock this post?
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?
-
00:00
00:00
Update Required Flash plugin
-
00:00
00:00

Adblock Detected

Please support us by disabling your AdBlocker extension from your browsers for our website.