Studie zur Immobilienentwicklung in Deutschland bis 2026 veröffentlicht
Hamburg (ots) – Die DZ HYP hat ihre aktuelle Studie „Immobilienmarkt Deutschland 2026“ herausgegeben, die die Entwicklung der gewerblichen Immobilienmärkte in den Assetklassen Büro, Handel und Wohnen an sieben deutschen Topstandorten analysiert.
Marktentwicklung und Herausforderungen
Die Studie zeigt, dass der Immobilienmarkt sich drei Jahre nach einem erheblichen Zinsanstieg stabilisiert hat, jedoch in einem grundlegend veränderten Umfeld agiert. Die Bewertungen konnten sich insbesondere bei Mehrfamilienhäusern leicht erholen, während die Investmentaktivität bislang nicht nachhaltig zugenommen hat. Gründe dafür sind eine schwache Konjunktur, attraktivere Kapitalmarktrenditen, ein Rückgang des Flächenbedarfs sowie die kostenintensive Dekarbonisierung von Bestandsobjekten. Zudem zeigen sich wachsende Unterschiede zwischen und innerhalb der verschiedenen Assetklassen.
Perspektiven für Wohnimmobilien
Wohnimmobilien an den Topstandorten sind weiterhin von einem klaren Nachfrageüberhang geprägt. Die robustesten Perspektiven bestehen hier, während Büro- und Handelsimmobilien stärker nach Lage und Objektqualität differenziert werden.
„Der Immobilienmarkt hat es mit einem strukturell veränderten Umfeld zu tun. Künftig entscheidet noch stärker die Vermietungsperspektive über die Wertentwicklung.“ – Sabine Barthauer, DZ HYP
Einzelhandelsentwicklung
Der stationäre Einzelhandel sieht sich einer herausfordernden Umgebung gegenüber, geprägt von starker Konkurrenz durch den Onlinehandel sowie Konsumzurückhaltung und konjunktureller Schwäche. Dennoch werden Umnutzungen der Verkaufsflächen in Richtung Gastronomie, Hotel, Büro oder Freizeit wichtiger und könnten die Attraktivität zentraler Lagen stärken.
Büroimmobilien und Leerstände
Die Büromärkte werden von veränderten Arbeitswelten beeinflusst; der Flächenumsatz bleibt gedämpft und die Leerstände steigen. An den Topstandorten lag die Leerstandsquote zum Jahresende 2025 bei über 8 Prozent. Unternehmen suchen vermehrt hochwertige, moderne Flächen, wobei diese insbesondere in guten Innenstadtlagen knapp sind.
Wohnen als gesellschaftlicher Stressfaktor
Die Perspektiven für den Wohnimmobilienmarkt sind positiv, da die Nachfrage das Angebot an den Topstandorten übersteigt. Die Mietdynamik hat sich zwar verlangsamt, bleibt aber auf einem hohen Niveau. 2025 lagen die Erstbezugsmieten bei rund 20 Euro je Quadratmeter, während die Mieten für Bestandswohnungen etwas über 15 Euro je Quadratmeter betrugen. Die hohe Spreizung zwischen Bestands- und Neuvermietungen erschwert den Wohnungswechsel.
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