Bilanz der Silvesternacht 2025/2026 in Hamburg
Hamburg (ots) – Anlässlich der Feierlichkeiten zum Jahreswechsel 2025/2026 war die Polizei Hamburg mit einem starken Kräfteaufgebot im Einsatz. Die Einsätze verliefen insgesamt weitestgehend typischerweise, jedoch wurden in Steilshoop während des Abends umfangreichere Maßnahmen erforderlich.
Feierlichkeiten an den zentralen Veranstaltungsorten
In den beliebten Feierbereichen feierten mehrere tausend Personen den Jahreswechsel. Besonders die Landungsbrücken, die Binnenalster und das Vergnügungsviertel St. Pauli waren stark frequentiert.
Landungsbrücken
Im Bereich der Landungsbrücken hielten sich zeitweise über 7.000 Personen auf. Um 21:50 Uhr wurden Pyrotechnikobjekte aus einer größeren Gruppe heraus auf andere Personen geworfen, jedoch gab es keine Verletzten. Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte konnte die Situation rasch beruhigt werden. Ab 23:30 Uhr leiteten die Einsatzkräfte die Besucherströme aufgrund der hohen Frequentierung in Richtung der gesperrten Straßen am nördlichen Hafenrand.
Innenstadt/Binnenalster
Rund um die Binnenalster waren etwa 4.000 Personen anwesend. Durch eine Allgemeinverfügung war das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern in diesem Bereich während einer bestimmten Zeitspanne untersagt. Der Großteil der Besucher hielt sich an diese Verfügung.
Vergnügungsviertel St. Pauli/Reeperbahn
Nach dem Jahreswechsel zog es viele Menschen in Richtung St. Pauli. In der Spitze waren bis zu 25.000 Personen im Vergnügungsviertel, insbesondere in der Reeperbahn und der Großen Freiheit. Zudem fand am Chicagokai in der HafenCity die vom ZDF übertragene Veranstaltung „Silvester in Concert“ ohne besondere Vorkommnisse statt.
Vorfälle im übrigen Stadtgebiet
Um 19:55 Uhr kam es in der Straße Kupferdamm zu einem mutmaßlich durch Feuerwerk ausgelösten Brand eines Einfamilienhauses, bei dem niemand verletzt wurde. Das Haus wurde als Brandort beschlagnahmt, und das LKA 45 hat die Ermittlungen aufgenommen.
Die Polizei verstärkte ihre Präsenz in Steilshoop, nachdem pyrotechnische Gegenstände in Richtung von Passanten und Einsatzkräften geworfen wurden. Die Situation konnte durch polizeiliche Maßnahmen beruhigt werden, wobei mehrere Personen festgestellt und teilweise in Gewahrsam genommen wurden.
Weiterhin wurden Polizisten auf einem Supermarktparkplatz mit Pyrotechnik beschossen, wobei ein Verdächtiger vorläufig festgenommen wurde. In verschiedenen Stadtteilen, darunter Harburg und Wilhelmsburg, kam es zu ähnlichen Vorfällen, die jedoch ebenfalls schnell befriedet wurden.
Einsatzkräfte und Verletzungen
Kurz nach 02:00 Uhr wurden an einer Straße Unrat und Absperrbaken in Brand gesetzt. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen, und es gab keine Verletzten. Der Großteil der Bevölkerung startete jedoch friedlich ins neue Jahr.
Die Polizei war mit einer Vielzahl von Einsatzkräften sowie Unterstützung aus anderen Bundesländern im Einsatz. Rund 1.000 Polizeikräfte waren Teil des zentralen Silvestereinsatzes. Zum Zeitpunkt dieser Mitteilung lagen noch keine konkreten Zahlen zu eingeleiteten Ermittlungsverfahren vor. Zehn Polizisten erlitten Verletzungen und konnten ihren Dienst nicht fortsetzen.
Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
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