Dokumentation über die Geschichte von Kokain in Deutschland
Bremen (ots) – Der Film „Y-History: 100 Jahre auf Koks“ untersucht die Rolle von Kokain in der Gesellschaft und zeigt, wie der Konsum von dieser Droge zur Normalität geworden ist. Die Reportage beleuchtet Konsumierende, sowie deren Erfahrungen und die Geschichte des Kokains in Deutschland.
Inhalt des Films
„Kokain ist ein Lifestyle – jeder macht das.“ So beginnt die Reportage, die eine Gruppe junger Partygänger beim Konsum begleitet. Y-History-Reporterin Carolin von der Groeben befragt Konsumierende, einen ehemaligen Kokstaxi-Fahrer und einen Menschen, der durch Kokain alles verloren hat. Der Film erzählt die Geschichte von Kokain in Deutschland, beginnend mit den Exzessen der Weimarer Republik bis hin zur heutigen Situation.
Kokain und gesellschaftliche Normen
In der heutigen Zeit wird Kokain in Clubs, bei Hauspartys und Afterhours konsumiert. Die Normalisierung des Konsums ist deutlich zu spüren, als Teil eines Ausgehrituals. Carolin von der Groeben stellt fest, dass in Berlin Kokstaxis allgegenwärtig sind und der Zugang zu Kokain durch verschiedene Apps erleichtert wird.
Interviews und persönliche Geschichten
Der Film enthält Interviews mit Steffi Stephan, einem Bassisten, der offen über den Kokainkonsum in der Musikszene der 1970er- und 1980er-Jahre spricht. Eine bisher unveröffentlichte Tonaufnahme aus den 1980ern dokumentiert den Konsum in der Band. Rückblickend äußert Stephan, dass Kokain ihm nichts gebracht habe und viele andere diese Jahre nicht überlebt hätten.
Zusätzlich spricht von der Groeben mit einem ehemaligen Kokstaxi-Fahrer und einem Drogenschmuggler, die die Veränderungen in Handel und Nachfrage über Jahrzehnte schildern. Eine in der Reportage dargestellte persönliche Geschichte beschreibt, wie aus gelegentlichem Konsum eine Abhängigkeit und die Zerstörung von Beziehungen und Selbstkontrolle resultierten.
Verfügbarkeit
„Y-History: 100 Jahre auf Koks“ ist ab dem 9. Februar 2026 in der ARD Mediathek und am 10. Februar 2026 um 23:35 Uhr im Ersten zu sehen.
Bildunterschrift: Foto von Jahanzeb Ahsan auf Unsplash
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